Forum sozialer Innovationen


Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der wissenschaftlichen Partnerinnen und Partner, welche die Sozialen Innovationen der „Gesellschaft der Ideen“ mit ihrer Expertise unterstützen.

Die Übersicht der Verbundpartnerinnen und -partner und der von Ihnen unterstützten Ideen können Sie dazu nutzen, um sich zu informieren und im partizipativen Bewertungsverfahren ab Juni 2021 die dann finalen Projektkonzepte zu bewerten.

In dieser Phase bekommt jedes der 10 aus den 30 ausgewählten Projekten bis zu 200.000 Euro für die Entwicklung des Produktes, Dienstleistung o.ä. in einem Experimentierraum.



Agrarsoziale Gesellschaft e.V. (ASG), Ines Fahning, Dipl.-Ing. agr.

Bereiche: Geschäftsführung, Bearbeitung wissenschaftlicher Projekte (Dipl.-Ing. agr.), Redaktion Zeitschrift „Ländlicher Raum“, Planung und Durchführung von Tagungen.

Agrarsoziale Gesellschaft e.V. (ASG)

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Die ASG bearbeitet wissenschaftliche Projekte in den Bereichen ländliche Entwicklung, Arbeits- und Lebensbedingungen der ländlichen und landwirtschaftlichen Bevölkerung, insbesondere von Frauen. Ich habe langjährige Kenntnisse in der empirischen Sozialforschung bei der ASG aufgrund der Projektleitung und Durchführung von quantitativen Erhebungen und qualitativen Untersuchungen mit leitfadengestützten Interviews sowie der Erhebung von Strukturdaten im Rahmen zahlreicher Projekte.  

Was treibt Sie an?

Die sinnvolle Tätigkeit, defizitäre Themen in ländlichen Räumen zu erforschen und eigene sowie Ergebnisse anderer Forscher*innen von (praxisnahen) Projekten zu verbreiten, so dass viele Menschen davon profitieren können (Wissenstransfer!).  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Die ASG erarbeitet gemeinsam mit der Ländlichen Erwachsenenbildung Niedersachsen e.V. (LEB) und anderen Partnern ein Konzept für eine Soziale Innovation – ein digitales Dorf-Mobil, für das sie die wissenschaftliche Begleitung übernehmen möchte.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Die ASG erforscht Soziale Innovationen und ist Vorreiter bei deren Verbreitung über ihre Zeitschrift und eigene Veranstaltungen zu Themen wie Telemedizin, verbesserte Kommunikation im Zusammenleben in Gemeinden durch Dorfplatz-Apps, Coworking-Spaces u. a.  

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Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft (HIIG), Prof. Dr. Stephan A. Jansen

Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft | Universität der Künste Berlin | Karlshochschule, Karlsruhe

Prof. Dr. Stephan A. Jansen ist offen für eine Vernetzung im Verlauf des Wettbewerbs

HIIG | UDK Berlin | Karlshochschule, Karlsruhe

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft, Universität der Künste Berlin und Karlshochschule, Karlsruhe. Gründungskoordinator des »Digital Urban Center for Aging & Health (DUCAH)« gemeinsam mit den Berliner Digitalforschungsinstitute, der Charité und 15 Gründungsförderer. Leiter des Center for Philanthropy & Civil Society (PhiCS), Karlshochschule. Geschäftsführer der Gesellschaft für Urbane Mobilität BICICLI und deren Mobilitätsberatung MOND.org.  

Was treibt Sie an?

Leidenschaft für das Gelingen von komplexen Projekten zu „Wicked Problems“. Konkret: Intersektorale, interindustrielle, interdisziplinäre und intergenerationale Wissensarbeit – also (Weiter-)Bildung, Forschung, (Politik-)Beratung, Prototyping.  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Wissenschaftliche Begleitung. Bereitstellung von Skalierungsinfrastrukturen für Prototypen (Quartiere/Anwender-Organisationen).  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Langjährige Politik-Beratung mit diesem Themenschwerpunkt u.a. Innovationsdialog der Bundeskanzlerin im Bundeskanzleramt, Mitglied der Forschungsunion der Bundesregierung (BMBF). Internationaler empirischer Forschungsschwerpunkt seit 20 Jahren (u.a. mit Caritas, Mercator Stiftung, Siemens Stiftung etc.).  

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Bergische Universität Wuppertal, JProf. Dr. Christoph Rodatz und Iris Ebert

Public Interest Design

Public Interest Design

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Im Mittelpunkt von Public Interest Design steht die Vorstellung, durch Design an der Gestaltung der Gesellschaft und öffentlichen Angelegenheiten teilzuhaben, in Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft zu treten und über eigene Projekte das Interesse am Öffentlichen zu gestalten. Dieser erweiterte Designbegriff geht in Theorie und Praxis der Frage nach, wie das Design mit seinen ästhetischen Kategorien gemeinwohlorientierte Beiträge und Zwischenmenschliches/Soziales leisten kann.

Was treibt Sie an?

Das Designfeld ist im Umbruch. Sowohl die Theorie als auch die Praxis suchen ›neue‹ Betätigungsfelder und streben nach einem anderen Selbstverständnis. Nicht mehr für den Markt soll designt werden, sondern im Sinne eines öffentlichen Interesses.

Was ist Ihr Engagement bei der Gesellschaft Der Ideen?

Wir arbeiten bei Momo hört zu von Hey mit und planen mit dem Team eine gestaltende Begleitforschung, bei der mit Designexperimenten Formen und Räume des Zuhörens entwickelt und beforscht werden.

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Im Rahmen unseres projektorientierten Studiengangs Public Interest Design arbeiten wir – Dozierende und Studierende – mit den Mitteln und Methoden des Designs an der Konzeption, Verwirklichung und Analyse sozialer Innovationen.

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Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung e.V., Dr. Maren Aktas (Diplom-Psychologin)

Das Bielefelder Institut ist ein gemeinnütziger Verein, der sich sowohl praktisch als auch theoretisch mit der Früherkennung, Prävention und frühen Behandlung von Entwicklungsproblemen, v.a. im Bereich des Denkens und der Sprache befasst.

Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung e.V.

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Ich befasse mich mit der kindlichen Sprachentwicklung, v.a. dem Bereich der Sprachentwicklungsdiagnostik. An der Universität Bielefeld war ich an der Entwicklung von Sprachtests und Elternfragebögen beteiligt; promoviert habe ich zur Sprachdiagnostik bei Kindern mit einer geistigen Behinderung. Derzeit läuft in unserem Verein eine Längsschnittstudie zur Normierung eines Elternfragebogens zur vorsprachlichen Kommunikation von Kindern, der u.a. bei minimal verbalen Kindern eingesetzt werden kann.  

Was treibt Sie an?

Ich bin zufrieden mit meinem Tun, wenn Familien von meiner diagnostischen Arbeit profitieren, indem sich ihre Versorgungslage merklich verbessert. Im Institut inspirieren wir uns gegenseitig. Forschung macht mir Spaß!  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Ich bringe meine entwicklungspsychologische Expertise zur Sprach- und Denkentwicklung von Kindern mit Down-Syndrom ein, sowie meine langjährige Erfahrung im Umgang mit Familien, deren Kind ein Syndrom oder eine Entwicklungsauffälligkeit aufweist.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Soziale Innovationen entstehen aus dem Bedürfnis heraus, unsere Gesellschaft verändern zu wollen. Mir ist eine anwendungsnahe Forschung wichtig, die unmittelbar zu einer besseren Versorgung „meiner Kinder“ führt.  

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DeepCreation

Schnittstelle von Kreativität, Gemeinschaft, Mythologie und Spiel

Medien/Design Anthropolgie mit Fokus auf Kreativität, Design und Intuition

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Mein Forschungsbereich liegt an der Schnittstelle von Kreativität, Gemeinschaft, Mythologie und Spiel. Ich entwickle Workshop-Designs sowie Serious Play Formate und begleite Menschen in transformativen Prozesse. Ich lehre an verschiedenen Universitäten, wie der University of Technology Sydney.

Was treibt Sie an?

Verstehen und Verständigung. Eine konstante Neugierde das Zusammenspiel der Dinge zu durchdringen und darin Positives zu bewirken.

Was ist Ihr Engagement bei der Gesellschaft Der Ideen?

Ich unterstütze GutAlaune e.V. beim Experiment des kollektiv nachhaltigen Bauens im sozialer Miteinander. Ich thematisiere und untersuche den Umgang mit bewussten und unbewussten Hierarchien, Vertrauen und Gefühlen. Dies tue ich durch co-ethnographische Living Labs, die mit den Teilnehmern emergent entwickelt und gemeinsam dokumentiert werden. Meine Aufgabe ist es, die Workshops zu entwickeln und zu leiten. Dabei schaffen wir einen sicheren Raum, der persönliches Öffnen und Schwarmintelligenz ermöglicht. Zudem obliegen mir die wissenschaftliche Interpretation der gemeinsam gesammelten Daten.

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Mein Bezug zur sozialen Innovation ist eine mir immer wieder zufallende 20-jährige Historie von Gründungen, Kunstprojekten, Beratungsaufträgen, Lehraufträgen, Vorträgen, Vollzeitpositionen und einer Dissertation zu international agierenden kreativen Kollektiven und deren online/offline Ways of Working im Bereich Open Innovation (2015).

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DFKI GmbH, PD Dr. Habil Dimitra Tsovaltzi und Dr. Patrick Gebhard

Cognitive Assistance Systems, Affective Computing Group

Cognitive Assistance Systems, Affective Computing Group

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Wir arbeiten in der Affective Computing Gruppe im Bereich Kognitive Assistenzsysteme des DFKI. Eine Interaktion mit technischen Geräten nach den Prinzipien der Mensch-Mensch-Interaktion bringt viele Vorteile mit sich. Dazu erforschen und modellieren wir menschliche Emotionen, deren Kommunikation und soziale Normen und Werte. Ein besonderer Forschungsfokus von uns ist der empathische Umgang mit sich selbst und mit anderen. Dieser Lernprozess kann durch VR-Technologien unterstützt werden.

Was treibt Sie an?

Wir sind davon überzeugt, dass Technologien neue Interaktionsstrukturen ermöglichen und damit zur gesellschaftlichen Veränderung beitragen können. Voraussetzung ist, dass die Technologie von der Forschung gestützt wird und menschenzentriert bleibt.

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Wir wollen affektive Technologien für die Bekämpfung von Mobbing einsetzen. Mobbing kann als Symptom mangelhafter sozio-emotionaler Regulation verstanden werden. Durch Lernen dieser wird Transparenz erzeugt und die Gesellschaft gestärkt.

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Unsere interdisziplinäre Gruppe entwickelt Technologien, die das Zusammenspiel von komplexen sozio-emotionalen und kognitiven Faktoren in Interaktion systematisch in Modellen fasst, um diese damit zu unterstützen und zu trainieren.

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Freie Altenarbeit Göttingen e.V. (FAG), Dr. Hartmut Wolter (Geschäftsführung)

Projekthaus und Alten-WG „Am Goldgraben“ seit 1993. Schwerpunkte: Erzählcafés, Göttinger Biografiearbeit, Wohnen & Mobile Wohnberatung, WohnLokal - Wohnen & Leben im Dorf, Dorfmoderation, Gesundheit & Soziales.

Freie Altenarbeit Göttingen e.V. (FAG) | Wohnberatung 4.0

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Erzählcafés und Göttinger Biografiearbeit: Unser Interesse ist die Förderung von Zeitzeugenprojekten und die Aufarbeitung von Zeitzeugenwissen in Verbindung Generationendialog. Wohnen und Wohnberatung: Seit 15 Jahren übernimmt ein Team von freiwillig Engagierten  die Wohnraumanpassungsberatung; die FAG erweitert diesen Bereich aktuell um die „Wohnberatung 4.0 – Technikberatung zur Förderung des selbstbestimmten Wohnens“. In der Dorfmoderation ist die FAG an der Curriculum-Entwicklung, Durchführung der Qualifizierungen sowie der landesweiten Verstetigung beteiligt.  

Was treibt Sie an?

Wir wollen neue Chancen der demografischen Entwicklungen sichtbar machen und neue Bildungs- und Beratungsangebote entwickeln, vor allem für die Menschen in den ländlichen Räumen. „Leere Köpfe sind schlimmer als leere Kassen!“  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Wir wollen uns gemeinsam mit den Menschen in den Regionen auf die Suche begeben und alltägliche Dinge „einfach – anders – machen!“.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Wir sind von der Sozialdezernentin mehrfach als „sozialer Innovationsmotor“ bezeichnet worden, der sich von den regionalen Bildungs- und Beratungsoptionen abhebt.  

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Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Prof. Dr. Hartmut Kopf

Institut für Soziale Innovationen: Unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Zacharias werden gemäß dem Leitbild „Teaching for Social Innovation“ inter- und transdisziplinäre Lehrkonzepte, Forschungsvorhaben und Beratungsangebote erarbeitet.

Prof. Dr. Hartmut Kopf ist offen für eine Vernetzung im Verlauf des Wettbewerbs

Institut für Soziale Innovationen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Digitale soziale Innovationen – ihre Entstehung, Verbreitung, Wirkung. Ich begleite und berate soziale Organisationen in allen Fragen der digitalen Transformation. Neben meiner Honorarprofessur am ISI bin ich selbstständiger Berater und Aufsichtsrat des Verbands für die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft.  

Was treibt Sie an?

Digitalisierung ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts. Digitale Teilhabe ist die gesellschaftliche Herausforderung, digitale soziale Innovationen sind die geeigneten Werkzeuge zu ihrer Lösung.  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Ideen zur Verbesserung gesellschaftlichen Miteinanders im Prozess ihrer Entstehung, Verbreitung und Wirkung auf Basis meiner über dreißigjährigen Erfahrung im Sozialsektor als Manager und Macher und meines so entstandenen Netzwerks (s.o. Verband für die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft) zu begleiten.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Ich bin Honorarprofessor für Soziale Innovationen und habe gemeinsam mit meinem damaligen Team des World Vision Instituts von 2011 bis 2014 das erste vom BMBF geförderte Forschungsprojekt zu Sozialen Innovationen in Deutschland durchgeführt und verantwortet.  

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Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Prof. Dr. Ulrich Harteisen und Dr. Swantje Eigner-Thiel

Fakultät Ressourcenmanagement (R), Forschungsgruppe Ländliche Räume und Dorfentwicklung. Die Gruppe ist interdisziplinär aufgestellt und gehört zum Zukunftszentrum Holzminden-Höxter (ZZHH), Standort Göttingen

Forschungs-gruppe Ländliche Räume und Dorfentwicklung | Zukunftszentrum Holzminden-Höxter

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Forschungsbereich: Entwicklung ländlicher Räume, Dorf- und Regionalentwicklung, Kulturlandschaftsforschung, partizipative Prozesse in Dörfern. Die angewandte Forschung findet oft in enger Kooperation mit kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie mit der Wirtschaft statt und verfolgt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch konkrete Lösungsansätze für die Praxis. Wegweisend sind die verschiedenen disziplinären Hintergründe der Arbeitsgruppe, u.a. aus der Geografie und der Psychologie, um die unterschiedlichen Facetten der Dorf- und Regionalentwicklung zu beleuchten und sowohl die kulturräumlichen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen als auch die Menschen vor Ort mit einzubeziehen.    

Was treibt Sie an?

Mit der angewandten Forschung verfolgen wir das Ziel, Bedingungen zu analysieren und Handlungsempfehlungen abzuleiten, durch die das Leben in Dörfern weiter attraktiv und zukunftsfähig gestaltet werden kann. Unsere Forschungsergebnisse münden auch in Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Förderpolitik für Dörfer und Regionen.    

Was ist Ihr Engagement bei der Gesellschaft Der Ideen?

Das Projekt „Digitales Dorfmobil“ wird dabei unterstützt, die Zielgruppen adäquat anzusprechen und Angebote passend zu deren Bedürfnissen zu gestalten. Die wissenschaftliche Begleitforschung erfolgt auf Basis langjähriger Erfahrung und einschlägiger methodischer Kompetenz.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Unsere Projekte zur sozialen Dorfentwicklung in Niedersachsen und die Begleitforschung zur Dorfmoderation in Südniedersachsen zielen darauf ab, soziale Innovationsprozesse zu analysieren und weiterzuentwickeln, um u. a. Dorfbewohner*innen zur Unterstützung kommunikativer Prozesse im Ort zu befähigen.    

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Technische Universität Chemnitz, Dr. Jana Bressem

Arbeitsstelle „Gestenforschung und Sprechwissenschaft“, Professur Germanistische Sprachwissenschaft, Semiotik und Multimodale Kommunikation

Dr. Jana Bressem ist offen für eine Vernetzung im Verlauf des Wettbewerbs

Arbeitsstelle „Gestenforschung und Sprechwissenschaft“

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Wenn wir sprechen, sprechen wir nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit den Händen. Gesten, also kommunikative Bewegungen der Hände und Arme, sind ein integraler Bestandteil des Sprechens und der Sprache und tragen wesentlich zur Äußerung in je spezifischer Weise bei. Gesten können das Geäußerte spezifizieren, ergänzen oder vollständig ersetzen und erlauben es Sprechern, räumliche Verhältnisse abzubilden, Gegenstände zu visualisieren oder Handlungen nachzuahmen. Dabei fungieren Gesten als direkt beobachtbarer Zugang zu unseren bildlichen und räumlichen Vorstellungen. Gestenforschung an der TU Chemnitz untersucht die Rolle und Funktion von Gesten in Interaktion und Kommunikation aus sprachwissenschaftlicher Perspektive.  

Was treibt Sie an?

Kommunikation ist mehr als nur Worte, denn Sprechen ist ganz eng mit unseren Händen und unserem Körper verbunden. Zu ergründen, wie sich dieses Zusammenspiel in unserer Kommunikation und Interaktion zeigt, fasziniert mich seit vielen Jahren und ist noch immer mein wissenschaftlicher Motor.

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Ich unterstütze das Projekt „MitnehmGeste“ weil ich es spannend finde, für dieses Alltagsproblem eine Lösung zu finden und damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten.



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Technische Universität Chemnitz, Dr. Julien Bucher

Lehrstuhl für Organisation und Internationales Management / Lehrstuhl für Innovationsforschung und Technologiemanagement (assoziiert)

Dr. Julien Bucher ist offen für eine Vernetzung im Verlauf des Wettbewerbs

Lehrstuhl für Innovations-forschung und Technologiemanagement (assoziiert)

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Ich lehre und forsche an der TU Chemnitz zu Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit. Strukturell bin ich am Lehrstuhl für Organisation und internationales Management angebunden und assoziiert mit dem Lehrstuhl für Innovationsforschung und Technologiemanagement. Meine Forschungsinteressen umfassen soziale und technologische Innovation; Imagination und Kreativität im Innovationsprozess, Nachhaltigkeit, Frugale Innovation, Innovationsteams, Netzwerke und Infrastruktur, Blockchain Economy, Mikro-Elektromechanische Systeme und Design Science Research.

Was treibt Sie an?

Interesse an neuen Ideen, neuen Perspektiven, neuen Kooperationen und Partnerinnen und Partnern; und vor allem an den positiven Auswirkungen von Veränderungsprozessen und Innovationen für die Gesellschaft.    

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Beratung und Unterstützung der sozialen Innovationsprojekte bei der Planung und Antragstellung sowie anschließende wissenschaftliche Begleitung der Projekte und fortlaufende Unterstützung bei der Umsetzung der Ideen.

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Als Innovationsforscher mit sozialwissenschaftlichem Hintergrund hat speziell der Fokus auf Soziale Innovationen mein Interesse am Wettbewerb und den beteiligten Projekten geweckt, die gewollten und ungewollten sozialen Implikationen von Innovationsprojekten zählen zu meinem persönlichen Forschungsinteresse.

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Technische Universität Dortmund, Dr. Sylvia Mira Wolf

Fakultät Rehabilitationswissenschaften, Fachgebiet Rehabilitation und Pädagogik bei intellektueller Beeinträchtigung

Fachgebiet Rehabilitation und Pädagogik bei intellektueller Beeinträchtigung

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

In der Fakultät bilden wir Studierende sowohl im fachlichen als auch im schulischen Bachelor und Master aus. Mein Schwerpunkt liegt in der Ausbildung von zukünftigen Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, die entweder in den Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Behinderung und/oder in der Inklusion tätig sein werden. Die Schwerpunkte meiner Lehrtätigkeit liegen in der Diagnostik und Förderplanung, dem forschenden Lernen und der Begleitung von Schulpraktika. Meine Forschungsschwerpunkte sind die Geschwisterforschung, die Zusammenarbeit mit Familien mit Kindern/ Jugendlichen/ Erwachsenen mit besonderen Herausforderungen, die Diagnostik (frühkindliche Fähigkeiten und adaptive Kompetenz) und die Erforschung der Einstellung zur Sexualität von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Mitglied im Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung.  

Was treibt Sie an?

Ich habe 12 Jahre als Psychologin mit Familien und Kindern mit Beeinträchtigungen gearbeitet. Essentiell sind meines Erachtens eine gute Diagnostik und der Einbezug des gesamten Familiensystems. Meine Dissertation widmete ich der Geschwisterbeziehung und der Planung der Zukunft innerhalb von Familien erwachsenen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Mir ist wichtig, das ganze System in den Blick zu nehmen und nicht nur das Kind mit einer Behinderung. Geschwister sind hierbei ein sehr wichtiger Faktor, der jedoch leider sowohl in der Forschung, als auch in der praktischen Umsetzung zu wenig Beachtung findet.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Soziale Innovation bedeutet für mich fundiertes Wissen zu vermitteln, aber auch dieses in die alltägliche Umsetzung einzupassen und den eigenen Umgang, aber auch die gesellschaftliche Umsetzung und die Möglichkeiten kritisch zu reflektieren. Die partizipative Forschung mit Menschen mit Behinderung und ihren Familien ist für eine gelingende Inklusion ein sehr wichtiger Schlüssel.  

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Universität der Künste Berlin, Prof. Dr. Michael Häfner

Professor: Kommunikationspsychologie, Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation | Geschäftsführender Direktor: Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation

Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Ich bin Professor für Kommunikationspsychologie / Psychologie an der Universität der Künste Berlin. In meiner Forschung beschäftige ich mich mit sehr unterschiedlichen Gebieten, die sich aber alle mehr oder weniger der Sozialpsychologie zuschreiben lassen. So forsche ich zu emotionalen Gesichtsausdrücken und deren Wahrnehmung, zu sozialen Vergleichsprozessen, aber auch zur Verarbeitung sexueller Hinweisreize und zur Wissenschaftskommunikation.  

Was treibt Sie an?

(Sozial-)Psychologische Theorien gewinnbringend auf unser Zusammenleben und für die Menschen zu übersetzen ist eine extrem spannende Herausforderung, die ich nie müde werde anzunehmen.  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Als wissenschaftlicher Kooperationspartner freue ich mich, mit meiner Forschungseinrichtung und wissenschaftlichen Expertise einzubringen und eine Soziale Innovation, die aus der Gesellschaft herauskommt, zu begleiten.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Als Sozialpsychologe verfüge ich über viel theoretisches Wissen zu sozialen Innovationen, welches aber leider oft in Büchern schläft. Daran mitzuarbeiten, dieses Wissen aufzuwecken finde ich extrem spannend und wertvoll.  

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Universität Hamburg, Prof. Dr. Thomas Weber

Fakultät für Geisteswissenschaften, Institut für Medien und Kommunikation (IMK)

Prof. Dr. Thomas Weber ist offen für eine Vernetzung im Verlauf des Wettbewerbs

Fakultät für Geisteswissen-schaften, Institut für Medien und Kommunikation (IMK)

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Professur für Medienwissenschaft, Institut für Medien und Kommunikation, Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte: Dokumentarische Filme, medial vermittelte Erinnerungskulturen, Migration in Medien, Medientheorien und digitale Bildung. Daneben habe ich rund 30 Jahre Erfahrung als Verleger (AVINUS) und Publizist. Weitere Informationen zu meiner Person, zu Publikationen und Forschungsprojekten finden sich auf meiner persönlichen Website (s. unten).

Was treibt Sie an?

Mich leitet derzeit die Überzeugung, dass es darauf ankommt, als Medienwissenschaftler Medien nicht nur zu klassifizieren, sondern auch ein Wissen über Medien zu vermitteln, das zum Empowerment zivilgesellschaftlicher Akteure führt.

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Aktuell sehe ich mich zunächst als wissenschaftlicher Berater, der seine Expertise zur Verfügung stellt. Wenn sich darüber hinaus Möglichkeiten für eine weitere Zusammenarbeit ergeben (hängt von den jeweiligen Projekten ab), würde es mich freuen.

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Soziale Innovationen sind immer öfter mit medialen Innovationen verbunden. Gerade digitale Medien ermöglichen neue Formen des sozialen und kulturellen Austauschs, von denen ich selbst immer mal wieder überrascht werde.  

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Universität Heidelberg, Dr. phil. Sonja Ehret

Das Institut für Gerontologie beschäftigt sich mit den Potenzialen und Ressourcen des Alters für gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung sowie mit den Interaktionen zwischen körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Alternsprozessen.

Institut für Gerontologie

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Mein Forschungsschwerpunkt ist die seelisch-geistige Entwicklung im hohen Alter und die Feststellung von Möglichkeiten ihrer Verwirklichung, insbesondere die vielfältigen Formen von Intergenerativität. Was können Jung und Alt miteinander anfangen und in welchen Bereichen zeigen sich die stärksten Gewinne für beide Lebensalter? Methodisch setze ich den Fokus auf die Kunst des Dialogs, Brief, Tagebuch und klassische qualitative Forschungsmethoden. Lebenslanges Lernen und ethische Bildung gehören ebenso zu meinen Interessengebieten.  

Was treibt Sie an?

Das Leben birgt so viel an Weisheit, so viel Heilendes und Erstaunliches, das von jungen und sehr alten Menschen ausgedrückt werden kann wenn man ihnen nur den Raum dazu gibt. Ich möchte einen Beitrag leisten, dass solche Kompetenzen erkannt und genutzt werden können.  

Was ist Ihr Engagement bei der Gesellschaft Der Ideen?

Mit dem Projekt der Gesellschaft der Ideen kann es gelingen meine Forschung zur Ethik der Generationen mit der aus der Kunst entspringenden Erkenntnis zu verbinden. Sprechen über Ästhetik und Kunst erfährt im Alter nochmals eine ganz besondere Akzentuierung.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Ich habe bereits mit meiner Doktorarbeit 2008 eine Soziale Innovation ins Leben gerufen: die Daseinsthematische Begleitung bei Demenz durch Ehrenamtliche. Soziale Innovationen sind für den sozialen Kitt jeder Gesellschaft unerlässlich.  

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Universität Vechta, Ass. Jur. Kerstin Telscher

Beratung zum Recht der sozialen Dienstleistungen (Studiengänge: Gerontologie, Soziales Dienstleistungsmanagement, Soziale Arbeit) mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht

Beratung zum Recht der sozialen Dienstleistungen mit Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

An der Universität Vechta lehre, berate und publiziere ich zum Recht der sozialen Dienstleistungen (Studiengänge: Gerontologie, Soziales Dienstleistungsmanagement, Soziale Arbeit) mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht. Im Sozialrecht bin ich spezialisiert auf Pflegeversicherungsrecht, Leistungserbringungsrecht in der Pflege sowie im Kinder- und Jugendhilferecht. Im BA-Studiengang Gerontologie koordiniere ich als Praktikumsbeauftragte die Praktika und begleite die systematische Reflexion und Analyse studentischer Praxiserfahrungen.

Was treibt Sie an?

Transformationsprozesse in Bezug auf Versorgungskonzepte für alternde Menschen mit Behinderungen/Unterstützungsbedarfen sind eng verknüpft mit der Gestaltung der Leistungserbringung. Gestaltungsspielräume und die Bereitschaft der Akteurinnen und Akteure im sozialrechtlichen Dreieck, diese zu nutzen, sind entscheidende Weichenstellungen für die Weiterentwicklung von Versorgungsangeboten. Dieses Gestaltungspotential zu nutzen, aber auch systemimmanente Schwachpunkte zu identifizieren ist für eine Verbesserung der Versorgungsqualität sozialer Leistungen essentiell.

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

ViVerA („Virtuelle Veranstaltungen in der Altenpflege“) verfolgt ein innovatives Konzept zur Verbesserung der Versorgungsqualität in der Altenhilfe und führt die Stränge Qualitätsentwicklung und Digitalisierung zusammen. Wesentliche Schnittstelle ist hier das Recht der Leistungserbringung; hier möchte ich meine Expertise einbringen.

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Das Potential digitaler Innovationen in der Altenhilfe ist sehr groß und die rechtliche Ausgestaltung der Leistungserbringung muss dieses Potential nutzbar machen. Diesen Prozess zu begleiten und adäquat zu gestalten, um die Versorgungsqualität zu verbessern, ist meine Motivation.

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Universität Vechta, Univ.-Prof. Dr. jur. Gabriele Nellissen

Fakultät I der Universität Vechta, Institut für Gerontologie, Lehrstuhl Recht der Sozialen Dienstleistungen

Fakultät I – Institut für Gerontologie, Lehrstuhl Recht der Sozialen Dienstleistungen

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

In der Lehre vertrete ich den Bereich der Sozialen Dienstleistungen in allen entsprechenden Studiengängen mit dem Schwerpunkt Sozialrecht/Familienrecht. Innerhalb der Forschung liegen meine Schwerpunkte im Bereich der digitalen Hilfsmittelversorgung und des Datenschutzes, insbesondere im Zusammenspiel mit dem Einsatz digitaler Technologien.

Was treibt Sie an?

Digitale Techniken nehmen angesichts fehlender Arbeitskräfte bzw. privatrechtlicher Beziehungen in der Versorgung von älteren bzw. behinderten Menschen zu. Die mit dem Einsatz digitaler Techniken einhergehenden rechtlichen Problematiken stellen eine große Herausforderung dar und sind letztlich Bedingung für eine erfolgreiche Implementierung.

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Mit dem Projekt ViVerA („Virtuelle Veranstaltungen in der Altenpflege“) können neue Konzepte bei der Implementierung digitaler Technologien in der Altenpflege entwickelt werden, die umfassende rechtliche Fragestellungen wie Finanzierung, Datenschutz, und Gestaltung rechtlicher Beziehungen zwischen Einrichtungen, Bewohnern und Dienstleistern berühren.

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Soziale Innovationen wie digitale Angebote in der Altenpflege werden in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Für ihren Erfolg ist es erforderlich, die rechtlichen Rahmenbedingungen genau auszuloten und in Einklang mit den beteiligten Personen zu bringen.

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Universität Vechta, Univ.-Prof. Dr. phil. Kai Koch

Fakultät III – Geistes- und Kulturwissenschaften, Professur für Musikpädagogik

Fakultät III – Geistes- und Kulturwissenschaften, Professur für Musikpädagogik

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Mein Forschungsinteresse gilt der Musikpädagogik, wobei ich mich verschiedenen Aspekten des schulischen Musikunterrichts widme und darüber hinaus einen starken Fokus auf Themen der Musikgeragogik setze. Musik spielt für ältere Menschen eine herausragende Rolle hinsichtlich kultureller und sozialer Teilhabe. Gerade Menschen mit Demenz werden durch Musikangebote in besonderer Weise aktiviert. Ich bin sehr an Konzepten interessiert, die Menschen im Alter musikalische Angebote ermöglichen.

Was treibt Sie an?

Musik spielt in fast jeder Lebensbiografie eine entscheidende Rolle. Diesen Ansatz möchte ich nutzen, um Menschen zusammenzubringen. Hierbei können Interaktionsformen entstehen, die Emotionen zulassen und nonverbale Kommunikation unterstützen.

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Ich möchte das Projekt ViVerA (Virtuelle Veranstaltungen in der Altenpflege) unterstützen. Hier sollen Angebote auf digitalem Weg direkt in Altenpflege gebracht werden. In dem Kontext interessiert mich besonders die methodisch-sinnvolle Gestaltung.

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass innovative Ansätze nötig sind, um die Personen zu erreichen, die selbst nicht mehr in gewohnter Weise am Alltag teilnehmen können. Dies geschah bspw. durch Streaming oder Balkon-/Fensterkonzerten.

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Universität Würzburg, Dr. rer. nat. Ivo Käthner

Lehrstuhl für Psychologie I, Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie

Arbeitsgruppe „Schmerz und Angewandte Neurowissenschaften“

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Innerhalb der Arbeitsgruppe „Schmerz und Angewandte Neurowissenschaften“, die am Lehrstuhl für Psychologie I (Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie) der Universität Würzburg angesiedelt ist, untersuche ich psychologische und soziale Einflussfaktoren auf Schmerz. In unserer Forschung gehen wir u.a. der Frage nach, wie sich der schmerzreduzierende Effekt von virtueller Realität (VR) zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen optimieren lässt.

Was treibt Sie an?

Schmerzen, insbesondere chronische Schmerzen, sind mit großen Belastungen für die Betroffenen verbunden. Daher möchte ich neue und innovative Therapieansätze verfolgen, die langfristig zu einer verbesserten Therapie beitragen können.

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Das Projekt ReliefVR hat großes Potenzial zur wirkungsvollen Behandlung chronischer Schmerzen durch virtuelle Realität. Daher möchte ich meine Forschungserfahrung und Expertise bei ReliefVR einbringen, um zu einer erfolgreichen Projektdurchführung beizutragen.

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

In meiner bisherigen Forschung habe ich eine Vielzahl an Projekten mit innovativen Technologien (Virtuelle Realität, Brain-Computer Interfaces) durchgeführt, deren mögliche klinische Anwendungen hohen gesellschaftlichen Nutzen haben.

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Universität zu Köln, Prof. Dr. Elke Kalbe und Dr. Ann-Kristin Folkerts

Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies & Centrum für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention (CeNDI), Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln

Abteilung Medizinische Psychologie, Medizinische Fakultät und Uniklinik Köln

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Schwerpunkte sind kognitive Änderungen im gesunden und pathologischen Alterungsprozess (Alzheimer, Parkinson). Es werden Instrumente zur (Früh-)Diagnostik sowie nicht-pharmakologische Interventionen (z.B. kognitive/Bewegungs-Trainings) zur Prävention und Therapie kognitiver Störungen entwickelt, ihre Wirksamkeit in klinischen Studien erprobt und zugrundeliegende neurale und kognitive Plastizitätsmechanismen mit behavioralen und Bildgebungsverfahren sowie komplexen statistischen Modellen eruiert.  

Was treibt Sie an?

Kognitive Störungen wirken negativ auf die Lebensqualität; Pharmakotherapien sind limitiert. Wir möchten dazu beitragen, mit nicht-medikamentösen Interventionen die Kognition älterer Menschen zu stärken und positiv auf die Lebensqualität einzuwirken.  

Was ist Ihr Engagement bei der Gesellschaft Der Ideen?

Wir möchten „ViVerA“ als digitales Betreuungsangebot um ein digitales, spielerisches kognitives „Live-Gruppentraining“ erweitern mit dem Ziel die Kognition älterer Menschen zu stärken und gleichzeitig Einsamkeit zu reduzieren.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Wir haben verschiedene analoge und digitale Interventionen zur Prävention und Therapie kognitiver Störungen entwickelt, die sich bereits in breiter Anwendung befinden. Das Potenzial digitaler Technologien möchten wir unbedingt ausbauen.  

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Universitätsmedizin Rostock, Prof. Dr. med. Astrid Bertsche (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neuropädiatrie)

Wir behandeln Kinder mit dem gesamten Spektrum der Kinder- und Jugendneurologie, insbesondere mit Epilepsie und mit Entwicklungsstörungen. Wir sind Teil des vom BMBF geförderten DZKJ (Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit).

Kinder- und Jugendklinik, Sektion Neuropädiatrie mit Sozialpädiatrischem Zentrum

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Unser Forschungsschwerpunkt liegt bei sozialpädiatrischen Aspekten und Arzneimitteltherapiesicherheit in der pädiatrischen Epileptologie und Entwicklungsneurologie. Wir möchten die Therapie und die Teilhabe neuropädiatrischer Patientinnen und Patienten und ihrer Familien optimieren. Als Grundlage hierfür erforschen wir insbesondere die Perspektive der Patientinnen und Patienten selbst, ihrer Familien und anderer Bezugspersonen in Bezug auf die Erkrankungen und ihre Auswirkungen im Alltag.  

Was treibt Sie an?

Das Ziel meiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit ist, die Situation der Kinder mit besonderen Bedürfnissen und ihrer Familien zu verbessern.  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Die Kommunikation mit Kindern mit Entwicklungsbesonderheiten und ihren Familien ist der Schwerpunkt meiner beruflichen Tätigkeit. Diese Erfahrungen möchte ich in die Evaluation und Weiterentwicklung des Buchprojekts zum Down-Syndrom einbringen.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Meine Forschung im „Real-Life Setting“ bezieht sich unmittelbar auf die Lebenswirklichkeit der betroffenen Kinder und ihrer Familien. Dies kann ganz direkt zu Sozialen Innovationen führen.  

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Universitätsmedizin Rostock, Sarah Jeschke (Kinder- und Jugendpsychotherapeutin)

Das SPZ der UMR ist eine spezialisierte Einrichtung zur ambulanten Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen bei denen eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder seelischen Entwicklung oder der Verdacht darauf vorliegen.

Arbeitsgruppe Neuropädiatrie im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ)

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Mit der Arbeitsgruppe Neuropädiatrie der Universitätsmedizin Rostock (UMR) setzte ich mich wissenschaftlich mit verschiedenen Themen aus den Bereichen der psychosozialen Patientenversorgung sowie der Arzneimitteltherapiesicherheit auseinander. Die Ergebnisse aus der Forschung kann ich für meine berufliche Tätigkeit im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) nutzen. Im Zentrum meiner Forschung stehen chronische Erkrankungen und ihre Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Familien. Mit den anderen Mitgliedern der Arbeitsgruppe Neuropädiatrie befasse ich mich mit den psychosozialen Auswirkungen vom Erkrankungen wie Epilepsie, Entwicklungsstörungen und komplexen neuropädiatrischen Krankheitsbildern und mit der Arzneimitteltherapie. Das übergeordnete Ziel ist es, die Behandlung und die Lebensqualität von Menschen mit chronischen Erkrankungen zu verbessern.  

Was treibt Sie an?

Der unstillbare Wissendurst nach Informationen, die helfen können, die Behandlung zu verbessern und damit Familien als kompetenter Ansprechpartner in verschiedenen Fragen des Lebens zur Seite stehen zu können.  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Die Diagnoseeröffnung und Sprechen über die Erkrankung sind die Hauptthemen meiner eigenen Promotion. Dort gewonnene Erkenntnisse und meine Erfahrungen aus dem klinischen Alltag können direkt für die wissenschaftliche Begleitforschung genutzt werden.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Mit meinen sehr praxisnahen Forschungsbestrebungen versuche ich meinen Beitrag zu Sozialen Innovationen zu leisten. Durch die Ergebnisse sollen neue Praktiken in der Behandlung und Beratung generiert werden, die das Leben von Betroffenen verbessern.  

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Wege aus der Einsamkeit e. V., Dagmar Hirche (Vereinsvorsitzende)

Wege aus der Einsamkeit e. V. ist ein innovativer Verein, der sich im Dezember 2007 gegründet hat und sich bundesweit für die Verbesserung der Lebensumstände alter Menschen und ihrer Stellung in der Gesellschaft einsetzt.

Wege aus der Einsamkeit e. V.

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Übergeordnetes Ziel von Wege aus der Einsamkeit e. V. ist es, dass sich alte wie junge Menschen in Deutschland auf eine lange Lebenszeit freuen können und die Möglichkeit haben, ihr Leben dauerhaft selbstbestimmt zu gestalten. Der Verein fördert in den Bereichen Armut, Krankheit und Isolation alter Menschen präventive Projekte sowie Maßnahmen der Hilfe in akuten Situationen und verwirklicht seine Zwecke auch durch über die Lebenssituation alter Menschen.  

Was treibt Sie an?

Wir nehmen uns der zunehmenden Vereinsamung und sozialen Isolation aufgrund veränderter Lebensumstände an. Wir setzen uns für freien Zugang zu digitalen Informations-, Telemedizin- und Freizeitangeboten für Menschen in Altenpflegeeinrichtungen ein.  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Wir helfen dem Projektteam ViVerA bei der Verbreitung der Projektidee und berichten über die neusten Entwicklungen in Sozialen Medien.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Als Verein unterstützen wir durch eigene Projekte (z. B. Dem Alter ein positives Gesicht geben) und Wettbewerbe (z. B. Erfahrung entdeckt Entdecker & Goldener Internetpreis) innovative Ideen für ein lebenswertes Altern und selbstbestimmtes Altsein.  

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Zentrum für Arzneimittelsicherheit (ZAMS) der Universität und des Universitätsklinikums Leipzig | Klinische Pharmazie, Institut für Pharmazie, Medizinische Fakultät, Universität Leipzig, Dr. rer. nat. Martina Neininger

Ziel ist es, für Patientinnen und Patienten die bestmögliche Sicherheit in der Arzneimitteltherapie zu gewährleisten. Das ZAMS wurde gegründet, um die Prävention arzneimittelbezogener Probleme als interdisziplinäre Aufgabe effektiv zu bündeln.

Bereich Pädiatrische Pharmazie am Zentrum für Arzneimittelsicherheit (ZAMS)

Was ist Ihr Forschungsbereich? / Was tun Sie? / Welche Institution vertreten Sie?

Im Zentrum meiner Tätigkeit steht die Optimierung der Patientinnen- und Patientensicherheit bei Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung ihres Lebensumfeldes. Einer der Schwerpunkte liegt auf der Arzneimittelanwendung bei chronisch kranken Kindern und Jugendlichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen von chronischen Erkrankungen auf das Lebensumfeld und den psychosozialen Aspekten der Arzneimitteltherapie bei Kindern und Jugendlichen. Die Forschung ist sehr praxis-, patientinnen- und patientenorientiert.  

Was treibt Sie an?

Ich möchte durch meine Forschung dazu beizutragen, dass zum einen die Arzneimitteltherapie für Kinder und Jugendliche sicherer wird und zum anderen soziale Teilhabe trotz einer chronischen Erkrankung ermöglicht wird.  

Was ist Ihr Engagement bei Gesellschaft der Ideen?

Als ich das erste Mal von dem Buchprojekt „Nicht 2, sondern 3“ hörte, war ich sofort bereit, daran mitzuarbeiten. Einbringen kann ich u.a. meine langjährige Erfahrung aus interdisziplinären Studien zu krankheitsbezogenen psychosozialen Aspekten.  

Welchen Bezug haben Sie zu Sozialen Innovationen?

Mir ist es wichtig, dass meine Arbeit einen gesellschaftlichen Nutzen hat. Daher ist meine Forschung sehr praxisorientiert, so dass Kinder und Jugendliche sowie deren Lebensumfeld unmittelbar davon profitieren können.  

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